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Aus der Nase gezogen: Stammzellen zur Regeneration von Haut, Knochen und Nerven

An der Universität Bielefeld wurden Stammzellen aus der menschlichen Nase kultiviert und in Nerven-, Knochen-, Fett- und Knorpelzellen umgewandelt. Die Methode kann neue Behandlungen von akuten und chronischen Verletzungen im Gesicht ermöglichen.

Das Forschungsteam arbeitet mit Stammzellen aus der unteren Nasenmuschel. Damit sind diese Stammzellen sehr leicht zugänglich. Eine weitere Besonderheit: Sie können bis ins hohe Alter von Patienten isoliert und dazu angeregt werden, sich zu spezialisierten Zellen zu entwickeln.

Die Stammzellen könnten in der Chirurgie genutzt werden, um nach Verbrennungen oder Schnittverletzungen Gewebe im Gesichtsbereich mit neu kultivierten Haut-, Knochen- und Nervenzellen zu regenerieren. Auch könnten die Zellen zukünftig eingesetzt werden, um Nervenkrankheiten wie Parkinson und Alzheimer zu behandeln. Die Wissenschaftler verwenden für die Vermehrung der Stammzellen Blutplasma von Menschen und verzichten auf tierische Zusatzstoffe. Bei der Behandlung eines Patienten, wenn etwa neue Haut auf ein Gesicht aufgebracht werden soll, können so patienteneigene Stammzellen in eigenem Blutplasma kultiviert werden. Das hat den Vorteil, dass der Körper das neue Gewebe nicht abstößt. In weiteren Studien wollen die Forscher untersuchen, wie sich die adulten Stammzellen aus der Nase so „umprogrammieren“ lassen, dass ihr Anwendungsgebiet für medizinische Zwecke erweitert wird.

Quelle: idw

10.01.2012

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